IG Metall erhöht Druck: Starke Beteiligung am zweiten Warnstreiktag in Speyer und Ludwigshafen

Mehr als 1.000 Beschäftigte aus vier Betrieben setzen Zeichen für 5 Prozent mehr Geld, Gewinnbeteiligung und Beschäftigungssicherung

IG Metall erhöht Druck in Speyer und Ludwigshafen

3. November 2026 3. November 2026


Am zweiten Warnstreiktag der Tarifrunde 2026 in der Metall- und Elektroindustrie legen die Beschäftigten der PFW Aerospace AG, Mann+Hummel GmbH, Bopp+Reuther in Speyer sowie von Sensus in Ludwigshafen ihre Arbeit zeitweise nieder. Mit den Warnstreiks erhöht die IG Metall Ludwigshafen-Frankenthal den Druck auf die Arbeitgeber, endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Die Aktionen sind Teil der bundesweiten Warnstreikbewegung der IG Metall.

Die Kolleginnen und Kollegen machten deutlich: Die Forderungen der Beschäftigten nach 5 Prozent mehr Entgelt, einer tariflichen Gewinnbeteiligung für besonders erfolgreiche Unternehmen sowie einer wirksamen Beschäftigungssicherung sind berechtigt und notwendig. Das bislang vorliegende Angebot der Arbeitgeber bedeutet dagegen Reallohnverluste und bietet keine Antworten auf die Herausforderungen in den Betrieben.

Wladislaw Wolter, Politischer Sekretär der IG Metall Ludwigshafen-Frankenthal, sagte: „Der zweite Warnstreiktag zeigt eindrucksvoll, dass die Beschäftigten hinter den Forderungen der IG Metall stehen. Wer jeden Tag mit hoher Kompetenz und großem Engagement den Erfolg der Unternehmen sichert, hat Respekt und Anerkennung verdient. Die Arbeitgeber sind jetzt gefordert, am Verhandlungstisch ein deutlich besseres Angebot vorzulegen.“

An den Standorten in Speyer und Ludwigshafen beteiligten sich Beschäftigte aus allen Bereichen und Schichten an den Aktionen. Die Stimmung war kämpferisch und entschlossen. Viele Kolleginnen und Kollegen nutzten die Gelegenheit, ihren Unmut über die Blockadehaltung der Arbeitgeber deutlich zum Ausdruck zu bringen.

Birgit Mohme, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Ludwigshafen-Frankenthal, erklärte: „Die hohe Beteiligung an den Warnstreiks macht deutlich: Die Beschäftigten erwarten zu Recht eine faire Beteiligung an den wirtschaftlichen Erfolgen ihrer Unternehmen und verlässliche Perspektiven für die Zukunft. Wer Kaufkraft stärkt und Arbeitsplätze sichert, handelt wirtschaftlich vernünftig. Die Arbeitgeber dürfen die Geduld der Belegschaften nicht länger strapazieren.“

Die IG Metall Ludwigshafen-Frankenthal kündigt an, den Druck in den Betrieben weiter zu erhöhen, falls die Arbeitgeber auch in den kommenden Verhandlungen keine Bewegung zeigen. Die Beschäftigten sind bereit, ihren Forderungen weiterhin Nachdruck zu verleihen.

Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie 2026

Die IG Metall fordert:

  • 5 Prozent mehr Entgelt
  • eine tarifliche Gewinnbeteiligung für besonders erfolgreiche Unternehmen
  • tarifliche Regelungen zur Sicherung von Beschäftigung und Standorten

Mit den Warnstreiks machen die Beschäftigten deutlich: Für eine faire und zukunftsfähige Tariflösung sind sie bereit, gemeinsam einzustehen.