Warnstreik bei DEW in Witten: IG Metall setzt starkes Zeichen. Am 8. Juni 2022 versammelten sich etwa 900 Kolleginnen und Kollegen der Deutschen Edelstahlwerke (DEW) in Witten, um dem Warnstreikaufruf der IG Metall zu folgen. Ihr Ziel war es, ihrer Forderung nach 8,2% mehr Gehalt Nachdruck zu verleihen.

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Tarifmeldungen
Tarifrunde Holz und Kunststoff: Aktionstag bei Dethleffs, Isny im Allgäu

Mehr Entgelte Tarifabschluss für die rheinland-pfälzische holz- und kunststoffverarbeitende Industrie erzielt

Bad Dürkheim – Die IG Metall Mitte und der Arbeitgeberverband der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie in Rheinland-Pfalz haben sich auf ein Tarifergebnis geeinigt.

29. Januar 2026

mehr Lohn!

Entgelterhöhung erzielt Entgelte steigen im Sanitärhandwerk Pfalz in zwei Schritten

Neustadt an der Weinstraße – Die IG Metall Mitte und der Fachverband ‚Sanitär Heizung Klima Pfalz‘ haben sich auf eine Tariferhöhung geeinigt. Untere Entgeltgruppen profitieren überdurchschnittlich.

29. Januar 2026

Beschäftigte beim Warnstreik in der Metall-Tarifrunde

Metall- und Elektroindustrie ME: Tarifliches Zusatzgeld (T-ZUG A) sowie T-Geld kommen

Mit der Juli-Abrechnung gibt es in der Metall- und Elektroindustrie nun die zweite, größere Rate des Tariflichen Zusatzgelds, das T-ZUG A: 27,5 Prozent des Monatsentgelts. Dazu kommt erstmals ebenfalls im Juli das T-Geld in Höhe von 18,4 Prozent des Monatsentgelts.

18. Juli 2025

Demonstration und Kundgebung in Frankenthal

TB MuE 2024 Tarifrunde Metall- und Elektro: Demonstration und Kundgebung in Frankenthal

Beschäftigte in der Vorderpfalz demonstrieren zum Start der vierten Tarifverhandlung zum Frankenthaler Rathausplatz.

12. November 2024

Warnstreik

TB MuE 2024 Tarifrunde ME: Start der zweiten Warnstreikwoche

Auch in der zweiten Woche der ersten Warnstreikwelle folgten die Kolleginnen und Kollegen aus den Metall Betrieben der Geschäftsstelle Ludwigshafen - Frankenthal dem Warnstreikaufruf.

5. November 2024

Warnstreik

TB MuE 2024 Tarifrunde ME: Letzter Aufruf für Warnstreiks in den Betrieben

Die IG Metall Ludwigshafen-Frankenthal forderte auch am Dienstag, dem 5. November die Metallerinnen und Metaller aus den Betrieben auf, am Warnstreik teilzunehmen.

5. November 2024

Warnstreik

TB MuE 2024 Tarifrunde Metall- und Elektro: Erfolgreiche Warnstreikwoche kommt zu ihrem Abschluss

Nach dem Start in die "heiße Phase" der Tarifrunde folgen die Beschäftigten in den Betrieben dem Aufruf zum Warnstreik der Metall- und Elektroindustrie und setzen die Warnstreiks fort.

31. Oktober 2024

Warnstreik

Tarifbewegung MuE: Flächendeckende Warnstreiks starten - Zukunft statt Zurückhaltung!

Geschäftsstelle startet mit Aktionen in den Früh- und Tagschichten. Birgit Mohme bei PFW.

29. Oktober 2024

Beschäftigte in der GS LU-FT fordern von Arbeitgebern mehr Geld

Beschäftigte in der GS LU-FT fordern von Arbeitgebern mehr Geld 2.616 Postkarten für mehr Plus und Perspektiven

IG Metall Frankenthal/GS Lu-Ft startet in Tarifrunde für Metall- und Elektroindustrie 7 Prozent höhere Entgelte und Attraktivitäts-Turbo für Azubis gefordert Birgit Mohme: „Mehr Respekt für die Lage der Kolleginnen, Kollegen und der Konjunktur!“

19. September 2024

Mit Plan und Druck (Lu-Ft) in die Zukunft

GESCHÄFTSSTELLENPROZESS Mit Plan und Druck (Lu-Ft) in die Zukunft

Rund 40 aktive Metallerinnen und Metaller haben sich zum 5. Aktiventreffen der IG Metall Ludwigshafen-Frankenthal und zum Auftakt der Tarifbewegung 2022 in der Metall- und Elektroindustrie im TSV-Eppstein getroffen und die Planungen im Geschäftsstellenprozess fortgesetzt.

6. Mai 2022

Gerechtigkeit und Transparenz

In einem Betrieb ohne Tarifvertrag können Chefs nach Gutdünken entscheiden, wer wie viel verdient. Dass führt oft zu Ungerechtigkeit: Zwei Beschäftigte in der gleichen Position, die gleich viel leisten, werden trotzdem unterschiedlich bezahlt. Mit Tarifvertrag sind die Entgelte klar geregelt und transparent.

 

Großer Effekt

Die Zahlen zeigen, wie groß der Effekt von Tarifverträgen für den Einzelnen ist. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Voraussetzung ist und bleibt die Tarifbindung. Die positiven Auswirkungen der Tarifbindung sind nicht aufs Finanzielle beschränkt. Auch in vielen anderen Punkten stehen Beschäftigte mit Tarifvertrag weit besser da als ihre tariflosen Kollegen.

 

Arbeitszeit

48 Stunden pro Woche – so lange darf die wöchentliche Arbeitszeit im langfristigen Durchschnitt höchstens sein. Das regelt das Arbeitszeitgesetz. In tariflosen Bereichen beträgt die Arbeitszeit häufig 40 Stunden oder mehr in der Woche. Mit Tarifvertrag ist die Arbeitszeit dagegen deutlich geringer, in der Metall- und Elektroindustrie beträgt die durchschnittliche Wochenarbeitszeit zum Beispiel 35 Stunden in den alten Bundesländern, 38 Stunden in den neuen.

 

Urlaub und Urlaubsgeld

Der gesetzliche Urlaubsanspruch beträgt bei einer 5-Tage-Woche lediglich 20 Tage im Jahr. Beschäftigte mit Metall-Tarifvertrag haben Anspruch auf 30 Tage, dazu gibt es rund 70 Prozent eines Monatseinkommens als Urlaubsgeld.

 

Weihnachtsgeld

Weihnachtsgeld erhalten 77 Prozent der Beschäftigten mit Tarif, aber nur 42 Prozent der tariflos Beschäftigten.

 

Frauen

Die sogenannte Entgeltlücke – also der Betrag, den Frauen im Schnitt weniger verdienen als Männer – ist in tarifgebundenen Unternehmen deutlich kleiner als in tariflosen.

 

Azubis

Nach der Ausbildung übernommen werden: Diese Aussicht lässt viele Azubis ruhiger schlafen. In der Metall- und Elektro-Industrie und in der Stahlbranche ist die unbefristete Übernahme per Tarifvertrag gesichert, sofern es ein betriebliches Verfahren dazu gibt. Fehlt dieses, gibt es eine 12-monatige Übernahme.

Bei Tarifverhandlungen hat die IG Metall immer wieder besondere Regeln für Auszubildende durchgesetzt: Zum Beispiel, dass Fahrtkosten zur Berufsschule übernommen werden, Ausbildungsvergütungen überproportional steigen oder dass es freie Tage vor Prüfungen gibt.

 

Leiharbeit

Beschäftige bei Leiharbeitsfirmen erhalten in vielen Branchen der IG Metall Zuschläge. Die Branchenzuschläge verkleinern die oftmals bestehende Entgeltlücke zur Stammbelegschaft.

Für Leiharbeitnehmer, die in der Metall- und Elektroindustrie eingesetzt sind, hat die IG Metall außerdem in den Tarifverträgen „Leih- und Zeitarbeit“ vereinbart: Spätestens nach 24 Monaten Einsatzzeit müssen Betriebe Leiharbeitern einen festen Arbeitsplatz anbieten. Zudem müssen die Firmen mit dem Betriebsrat verhandeln, wenn sie Leiharbeitnehmer einsetzen wollen.

 

Bildung

Viele Berufe werden ständig anspruchsvoller. Die IG Metall verschafft den Beschäftigten bessere Fortbildungsmöglichkeiten. Dazu gibt es Tarifverträge über betriebliche Weiterbildung. Die Tarifrunde 2015 hat außerdem den Einstieg in die Bildungsteilzeit gebracht. Metall- und Elektro-Beschäftigte können sich nun freistellen lassen, wenn sie sich weitebilden oder studieren möchten. Die Rückkehr in eine Vollzeitbeschäftigung ist garantiert.

 

Altersteilzeit

Flexible Übergänge in die Rente – das wünschen sich viele. Die Beschäftigtenbefragung der IG Metall hat ergeben, dass nur ein Drittel der Menschen glaubt, bis zum gesetzlichen Rentenalter arbeiten zu können. Mit Tarifverträgen der IG Metall können viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Altersteilzeit gehen, zum Beispiel in der Metall- und Elektro- und in der Stahlindustrie mit ihren körperlich fordernden Berufen.

 


Tipp: Für Beschäftigte lohnt es sich, schon bei der Jobsuche auf die Tarifbindung von Unternehmen zu achten. Und wenn es in einem Betrieb keinen Tarifvertrag gibt, muss das kein Dauerzustand bleiben. Aktive Belegschaften können einen Tarifvertrag erkämpfen. Rat und Hilfestellung gibt es in den Geschäftsstellen der IG Metall.

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