IG Metall setzt Warnstreiks fort Starker Protest am dritten Warnstreiktag

Beschäftigte von KSB, Howden Turbo führen gemeinsam Warnstreik in Frankenthal durch und Metallerinnen und Metaller von Mann+Hummel erhöhen den Druck auf die Arbeitgeber vor Konzernzentrale

Warnstreik Howden Turbo und KSB

4. November 2026 4. November 2026


Auch am dritten Warnstreiktag der Tarifrunde 2026 in der Metall- und Elektroindustrie haben die Beschäftigten ein deutliches Zeichen gesetzt. Kolleginnen und Kollegen der KSB SE & Co. KGaA und von Howden Turbo GmbH in Frankenthal beteiligten sich an den Warnstreikaktionen der IG Metall und verliehen den Forderungen der Beschäftigten zusätzlich Nachdruck.

Mit den Arbeitsniederlegungen machen die Beschäftigten deutlich, dass sie das bislang unzureichende Angebot der Arbeitgeber nicht akzeptieren. Statt Reallohnverlusten und Unsicherheit erwarten die Kolleginnen und Kollegen Lösungen, die ihre Leistung anerkennen, ihre Kaufkraft stärken und die Zukunft der Arbeitsplätze sichern. Die IG Metall fordert weiterhin 5 Prozent mehr Entgelt, eine tarifliche Gewinnbeteiligung für besonders erfolgreiche Unternehmen sowie wirksame Regelungen zur Beschäftigungssicherung.

Mathias Franz, Politischer Sekretär der IG Metall Ludwigshafen-Frankenthal, erklärte: „Die Arbeitgeber müssen endlich erkennen, dass die Beschäftigten nicht bereit sind, die wirtschaftlichen Belastungen allein zu tragen. Die hohe Beteiligung an den Warnstreiks zeigt, dass die Kolleginnen und Kollegen hinter den Forderungen der IG Metall stehen. Wer gute Arbeit leistet und den Erfolg der Unternehmen ermöglicht, hat Anspruch auf eine faire tarifliche Beteiligung.“

Am Standorten in Frankenthal  beteiligten sich Beschäftigte aus Produktion, Verwaltung und den technischen Bereichen an den Aktionen. Die Stimmung war entschlossen und solidarisch. Viele Kolleginnen und Kollegen machten deutlich, dass sie von den Arbeitgebern ein ernstzunehmendes Signal am Verhandlungstisch erwarten.

Birgit Mohme, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Ludwigshafen-Frankenthal, sagte: „Drei Warnstreiktage in Folge zeigen eindrucksvoll, wie groß die Entschlossenheit in den Betrieben ist. Die Beschäftigten erwarten zu Recht eine faire Entgelterhöhung und sichere Perspektiven für ihre Zukunft. Jetzt sind die Arbeitgeber gefordert, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen.“

Ein besonders starkes Zeichen setzten die Beschäftigten der Mann+Hummel GmbH. Rund 400 Kolleginnen und Kollegen machten sich am dritten Warnstreiktag mit Bussen auf den Weg zur Konzernzentrale nach Ludwigsburg, um dort ihrer betrieblichen Forderung nach Zukunftssicherung und Investitionen in den Standort Speyer Nachdruck zu verleihen.

Mit ihrer Fahrt vor die Unternehmenszentrale machten die Beschäftigten deutlich, dass die aktuelle Tarifrunde für sie untrennbar mit den Herausforderungen im eigenen Betrieb verbunden ist. Sie fordern klare Perspektiven für die Zukunft der Arbeitsplätze und erwarten vom Management ein eindeutiges Bekenntnis zum Standort und zu den Beschäftigten.

Wladislaw Wolter, Politischer Sekretär der IG Metall Ludwigshafen-Frankenthal, erklärte: „400 Beschäftigte fahren nicht einfach quer durchs Land, um zu demonstrieren. Sie tun das, weil sie sich Sorgen um die Zukunft ihres Standorts machen und weil sie wollen, dass ihre Stimme auch in der Konzernzentrale gehört wird. Dieses Engagement zeigt eindrucksvoll, wie groß der Zusammenhalt und die Entschlossenheit der Kolleginnen und Kollegen sind.“

Die Beschäftigten verbanden damit ihre Unterstützung der tariflichen Forderungen der IG Metall mit einem klaren Signal an die Unternehmensleitung: Gute Arbeit, sichere Arbeitsplätze und Zukunftsinvestitionen gehören zusammen. Die hohe Beteiligung an der Aktion verdeutlichte, dass die Belegschaft bereit ist, sich gemeinsam für ihre Interessen einzusetzen.

Mit den Aktionen am dritten Warnstreiktag setzt die IG Metall die bundesweiten Proteste in der Metall- und Elektroindustrie fort. Sollte es in den kommenden Verhandlungen keine Bewegung geben, sind die Beschäftigten bereit, den Druck weiter zu erhöhen.