Kraftvolles Signal zum Abschluss der ersten Warnstreikwoche Beschäftigte von Mann+Hummel und Staehle erhöhen Druck auf die Arbeitgeber

Mit einer starken Beteiligung bei den Warnstreiks der Mann+Hummel GmbH in Speyer und der Staehle GmbH in Schifferstadt haben die Beschäftigten am Freitag die erste Warnstreikwoche in der Tarifrunde 2026 der Metall- und Elektroindustrie abgeschlossen.

Druck erhöhen

6. November 2026 6. November 2026


Nach fünf aufeinanderfolgenden Warnstreiktagen in den Betrieben der Geschäftsstelle Ludwigshafen-Frankenthal ist die Botschaft an die Arbeitgeber unmissverständlich: 

Die Kolleginnen und Kollegen erwarten ein deutlich verbessertes Angebot am Verhandlungstisch.

Die Beschäftigten machten deutlich, dass sie nicht bereit sind, Reallohnverluste hinzunehmen. Stattdessen stehen sie geschlossen hinter den Forderungen der IG Metall nach 5 Prozent mehr Entgelt, einer tariflichen Gewinnbeteiligung für besonders erfolgreiche Unternehmen und wirksamen Regelungen zur Beschäftigungssicherung.

Marie Grigo, Erschließungssekretärin des IG Metall Bezirk Mitte, erklärte:

„Die erste Warnstreikwoche hat eindrucksvoll gezeigt, wie groß die Entschlossenheit in den Betrieben ist. Von Ludwigshafen über Frankenthal und Speyer, Schifferstadt bis nach Eisenberg sowie Kirchheimbolanden haben tausende Kolleginnen und Kollegen deutlich gemacht, dass sie Respekt für ihre Leistung und eine faire Beteiligung am wirtschaftlichen Erfolg ihrer Unternehmen erwarten. Die Arbeitgeber sollten dieses Signal sehr ernst nehmen.“

Besonders bei der Mann+Hummel GmbH in Speyer knüpften die Beschäftigten an die starke Beteiligung der vergangenen Tage an. Nachdem bereits mehrere hundert Kolleginnen und Kollegen zur Konzernzentrale nach Ludwigsburg gefahren waren, um ihre betriebliche Forderungen nach Zukunftssicherung und Investitionen für den Standort zu unterstreichen, zeigten sie auch am fünften Warnstreiktag im Rahmen der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie ihre Geschlossenheit und Entschlossenheit für die aktuelle Entgeltforderung.

Auch die Beschäftigten der Staehle GmbH in Schifferstadt beteiligten sich an den Warnstreikaktionen.

Birgit Mohme, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Ludwigshafen-Frankenthal, sagte:

„Die Beteiligung während der gesamten Woche war beeindruckend. Die Kolleginnen und Kollegen haben in den unterschiedlichsten Betrieben gezeigt, dass sie bereit sind, gemeinsam für ihre Interessen einzustehen. Jetzt liegt der Ball bei den Arbeitgebern. Wenn sie weiterhin kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, werden die Beschäftigten auch in den kommenden Wochen bereit sein, den Druck weiter zu erhöhen.“

Erste Warnstreikwoche erfolgreich abgeschlossen

Innerhalb von fünf Tagen beteiligten sich Beschäftigte zahlreicher Betriebe in der Vorderpfalz an Warnstreikaktionen der IG Metall. Dazu gehörten unter anderem die Mann+Hummel GmbH, DIHAG Gienanth GmbH, PFW Aerospace AG, Sensus, KSB SE & Co. KGaA, Howden Turbo GmbH, Joseph Vögele AG, BorgWarner Turbosystems und die Staehle GmbH. Gemeinsam setzten die Beschäftigten ein starkes Zeichen für eine gerechte Tariflösung.