Pressemitteilung AG erhöht Druck: Erster Versuch, TE Werke zu spalten

Großes Interesse und deutliche Kritik prägten die beiden Mitgliederversammlungen am 7. Juli 2026. Der Unmut über den Kurs des Arbeitgebers wächst spürbar.

TE Aktion

11. Juli 2026 11. Juli 2026


Die beiden Mitgliederversammlungen der IG Metall am 7. Juli 2026 stießen auf eine sehr gute Beteiligung. Viele Kolleginnen und Kollegen nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und ihre Sorgen über die aktuelle Entwicklung im Unternehmen deutlich zu machen. Insbesondere der Umgang des Arbeitgebers mit den angekündigten Veränderungs- und Verlagerungsvorhaben wurde kritisch diskutiert. Dabei wurde deutlich: Der Unmut unter den Beschäftigten wächst.

Um ein umfassendes Bild der aktuellen Stimmung im Unternehmen zu erhalten, hat die IG Metall am 8. Juli 2026 eine Befragung zur Mitarbeiterzufriedenheit bei TE Speyer gestartet. Mit dem Fragebogen sollen die Erfahrungen, Erwartungen und Sorgen der Beschäftigten erfasst werden. Die Ergebnisse sollen in die weitere Interessenvertretung und die laufenden Gespräche eingebracht werden.

Ein sichtbares Zeichen des Zusammenhalts setzte die Banneraktion vor Ort. Die aufgehängten Banner symbolisieren die Beschäftigten, die von den geplanten Maßnahmen betroffen sein könnten. Damit wird deutlich gemacht, dass hinter den diskutierten Zahlen und Planungen Menschen und Familien stehen, deren Zukunft auf dem Spiel steht.

In den Gesprächen am 8.7.2026 standen erneut die Pläne des Arbeitgebers im Mittelpunkt. Der Betriebsrat kritisierte dabei insbesondere die weiterhin bestehenden Probleme und Unklarheiten im Zusammenhang mit den Verlagerungsvorhaben. Zwar konnten einige bisher offene Fragen beantwortet werden, dennoch bleiben wesentliche Punkte weiter offen.

Erstmals legte der Arbeitgeber konkrete Angaben zu den geplanten Stundenreduzierungen sowie zu den Personalkapazitäten vor, die im Zuge des vorgesehenen Personalabbaus innerhalb der nächsten zwei Jahre betroffen sein sollen. Diese Informationen werden nun durch Betriebsrat und IG Metall sorgfältig geprüft und bewertet.

Besonders kritisch sehen Betriebsrat und IG Metall Versuche des Arbeitgebers, unterschiedliche Standorte und Belegschaften gegeneinander auszuspielen. Der aktuelle Kurs wird als erster Versuch gewertet, die Werke zu spalten und die Interessen der Beschäftigten gegeneinander abzuwägen. Dem werden die Interessenvertretungen eine klare Haltung des Zusammenhalts und der Solidarität entgegensetzen.

Die IG Metall wird die Beschäftigten weiterhin transparent über den Stand der Verhandlungen informieren und sich gemeinsam mit dem Betriebsrat für den Erhalt von Arbeitsplätzen, faire Perspektiven und eine zukunftsfähige Entwicklung der Standorte einsetzen.